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Wilhelm Lehmbruck (1881-1919)

Wilhelm Lehmbruck

Wilhelm Lehmbruck, 1881 in Meiderich bei Duisburg geboren, war ein deutscher Bildhauer und Grafiker. Als viertes Kind einer Bergarbeiterfamilie besuchte er nach der Volkshochschule die Kunstgewerbeschule Düsseldorf. In dieser Zeit verdiente er mit Illustrationen wissenschaftlicher Bücher und mit Dekorationsarbeiten seinen Lebensunterhalt. Von 1901-1907 studierte er an der Düsseldorfer Kunstakademie unter Karl Janssen, dessen Meisterschüler er wurde.

Mit Unterstützung des Kunstsammlers Carl Nolden verlegte er 1910 seinen ständigen Wohnsitz nach Paris.
Werke von ihm wurden in Ausstellungen in Paris Berlin, Köln, München und 1913 in New York gezeigt. Ein Jahr später kam es in der Galerie Paul Levesque in Paris zur ersten großen Ausstellung, die ausschließlich seinen Werken gewidmet war.

Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges kehrte Lehmbruck nach Deutschland zurück und zog nach Berlin. 1914 wurde er als Sanitäter in einem Berliner Kriegslazarett verpflichtet. Während der Kriegsjahre schuf er Werke, die man zu den Höhepunkten seines Schaffens zählt.
Ab 1916 lebte und arbeitete er in Zürich. Im selben Jahr hatte er in der Kunsthalle Mannheim seine erste große Einzelausstellung.
Lehmbruck, welcher neben Ernst Barlach und Käthe Kollwitz zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählt, setzte seinem Leben am 25. März 1919 ein Ende.

Ein Schwerpunkt in Lehmbrucks bildhauerisches Werk ist der weibliche Körper, der in expressiver Steigerung vergeistigt wird.

Exzerpiert aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Lehmbruck (05.12.2012)

2016-10-13

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