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Thüringer Landesmuseum Heidecksburg

Collection: "Naturhistorische Sammlung"

1757 gilt als Gründungsjahr des Rudolstädter Naturhistorischen Museums, das bis 1918 als "Fürstliches Naturalienkabinett" im Stadtschloss Ludwigsburg sein Domizil hatte und sich seitdem im Schloss Heidecksburg befindet. Es ist das heute älteste Naturmuseum Thüringens.Das fachliche Interesse, naturkundliche Sammlungen anzulegen und zu entwickeln, umspannt von Anbeginn fast alle Gebiete des "Stein-, Pflanzen- und Tierreiches" und blieb ohne geographische Einschränkung. Völkerkundliche und frühgeschichtliche Kollektionen sind im 20. Jahrhundert aus dem Bestand geschieden worden. Naturgemäß fanden Sammlungen aus dem thüringischen Raum besondere Beachtung. Sie alle standen unter der Aufsicht von nebenamtlich, seit 1947 hauptamtlich tätigen Kustoden und Präparatoren, die für ihre wissenschaftliche Bearbeitung, Erhaltung, Präsentation und Vermehrung fortdauernd sorg(t)en. Der Sammlungsfundus von mindestens 150 000 Objekten lässt sich im einzelnen fünf großen Fachdisziplinen zuordnen: 1. Zoologie, 2. Botanik, 3. Paläontologie, 4. Mineralogie und 5. Geologie. Dazu gehört eine Fachbibliothek mit 10 000 Bänden und Sonderdrucken, die vor allem im Schriftentausch mit Museen und Instituten des In- und Auslandes weiter wächst. In der seit 1988 erscheinenden wissenschaftlichen Museumsreihe "Rudolstädter Naturhistorische Schriften" werden Untersuchungsergebnisse, die sich auf die hiesigen Sammlungen gründen, vorgestellt.

Zoologie: Korallen, Schwämme und Mollusken umfassen zusammen etwa 31 000 Belege. Die Korallensammlung ist im 18. Jahrhundert entstanden und war Mitte des 19. Jahrhunderts auf ca. 200 Belege angewachsen. ...

Botanik: Etwa 25 000 Herbarbögen von Moosen, Farnen und vor allem Blütenpflanzen aus ganz Europa und Übersee sind von nahezu 500 Floristen besonders im 19. Jahrhundert angelegt und in den Jahren nach 1960 in einer systematischen Sammlung vereinigt worden. ...

Paläontologie: Die Fossiliensammlungen von Pflanzen und Tieren (inklusive Lebensspuren) umfassen insgesamt ca. 10 000 Objekte, die vom Kambrium bis Pleistozän zumeist aus Europa stammen. Bemerkenswert sind u.a. Trilobiten von J. C. Zenker (1858), Graptolithen von R. Hundt (1963) und verschiedene Fossilien von K. F. Kaltschmied (1772). Darunter befindet sich vermutlich Typenmaterial.

Mineralogie und Geologie: Mehr als 10 000 Belege vor allem aus Europa, aber ganz besonders aus den mitteldeutschen Gebirgen, gehören zu diesen Fachgebieten, denen sich die Kustoden besonders im 19. Jahrhundert gewidmet haben. Sie enthalten wahrscheinlich auch Objekte aus der Sammlung von G. C. Füchsel, der ab 1757 ordnende Hand bei der Einrichtung des Naturalienkabinetts in der Ludwigsburg angelegt hatte. Der kleinen Kollektion von außerirdischer Materie gehören acht Belege von Stein- und Eisenmeteoriten an. [Eberhard Mey]


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