museum-digitalwestfalen

Deutschlandweit
Agrargeschichte
Baden-Württemberg
Berlin
Brandenburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Ostwestfalen-Lippe
Rheinland
Rheinland-Pfalz
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
Westfalen
Home
Museum Search museums
Collection Search collections
Object
All objects Advanced search Timeline "Image wall"
Topics Contact

Search

Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt DortmundVom Sonn- und Alltag - Aspekte des ländlichen Lebens [C 2457c]

Brautkrone (Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund CC BY-NC-SA)

Brautkrone

Description ...

Die Hochzeit war eine Hoch-Zeit für die Dorfgemeinschaft. Zu den umfassenden Vorbereitungen zählten die Ladung der Gäste durch den Hochzeitsbitter und die Planung des Festes. Die Feierlichkeiten begannen mit der kirchlichen Heirat, zu der die Brautleute festlich gekleidet erschienen: Der Bräutigam in dunklem Anzug und Hut, die Braut im vielgeschmückten, oft dunkelfarbenen (Trachten)Kleid mit Bernsteinkette und Brautkrone.
Die "Hochzeit in Weiß" mit Schleier samt grünem Kranz hatte sich im 19. Jahrhundert zuerst im städtisch-bürgerlichen Milieu durchgesetzt. Bis dahin waren dunkle Hochzeitskleider üblich, die auch bei späteren Festen getragen wurden.
Die meist aus wertvollem Material bestehenden Brautkronen waren aufwendig gestaltet. Schon zu mittelalterlichen Festlichkeiten gehörte der Kronenschmuck für die Frauen. Im ausgehenden Mittelalter gewann die Marienkrone als Krone der Jungfräulichkeit eine besondere Bedeutung für Bräute. Sie wurde zur Hochzeit in Auftrag gegeben und danach als wertvolles Geschenk dem Schatz eines Marienbildes übergeben. Im 17. Jahrhundert kamen Kirchenkronen dazu, die vor allem in protestantischen Gegenden durch den Pfarrer verliehen wurden. Der private Kronenbesitz setzte sich Mitte des 17. Jahrhunderts durch: Die Beziehung zwischen Brautkrone und Kirche löste sich. Im 19. Jahrhundert stellten Näherinnen und Mützenmacherinnen die Kronen, die es nur noch in der Volkstracht gab, her und liehen sie aus.
Insbesondere nach 1800 wurden "Bauernhochzeiten" überschwänglich gefeiert. Ein Teil der Bauern hatte durch die "Freikaufmöglichkeit" aus den Abgabeverpflichtungen an den Grundherrn größeren Reichtum erlangt, der anlässlich der Hochzeit gerne gezeigt wurde: Viele, möglichst wertvolle Geschenke wechselten die Besitzer, nicht ohne in "Gebelisten" verzeichnet zu werden.
B.H.

Material / Technique ...

Stoffblumen, Gold- und Silberflitter, Spiegelchen u.a.

Measurements ...

H 22,0 cm ; Dm 31,0 cm

Larger image and pertaining information

Objectinformation for printing (PDF)

Did you encounter something wrong? Do you know more? Any remarks?

Usage and citation
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.

[Last update 01.06.2017]