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Gleimhaus HalberstadtGleimbibliothek [G 37]

Als man den Verfasser der Schmeicheley beschuldigte (Gleimhaus Halberstadt CC BY-NC-SA)

Als man den Verfasser der Schmeicheley beschuldigte

Description ...

In: Sinngedichte, als Manuscript für Freunde. Berlin 1769, S. 30, Sign. G 37

Verschiedentlich sah sich Gleim dem Vorwurf ausgesetzt, mit seinen Grenadierliedern und weiteren patriotischen Dichtungen dem König und anderen Helden des Siebenjährigen Krieges geschmeichelt zu haben. Besonders herb traf ihn diese Kritik aus der Feder seines alten Freundes Karl Wilhelm Ramler (vgl. Gleim an Ramler, 26.10.-15.12.1764), auf welche das Sinngedicht wohl zu beziehen ist. Das Desinteresse des frankophilen Königs an der deutschen Literatur hatte Gleim wie auch andere preußische Dichter oft genug entmutigt. Wiederholt hat Gleim seiner Sehnsucht nach einem Wort der Anerkennung oder des Dankes der von ihm besungenen Helden Ausdruck gegeben: "Die deutsche Muse liebt und ehrt und singt die Thaten Der Helden unbelohnt! / Gern aber hört sie die beifällige Stimme des Landesvaters!" (Gleim an Hertzberg, 10.9.1786, zit. nach Körte 1811, S. 230 f.). Aus der grotesken Situation, dass der König in höchsten Tönen gepriesen wurde, die Preisungen jedoch nicht vernahm, gewann Gleim in diesem 1769 erstmals erschienen Sinngedicht ein Argument, den Vorwurf der Schmeichelei mit einer selbstironischen Pointe zurückzuweisen.

Von meinem Friederich
Wär’ ich ein Schmeichler? - Ich,
Aus dessen Munde sich
Kein Wort begeben darf, das nicht das Herz auch spricht? -
Bedenkt: mein Lob ist deutsch, und deutsches liest er nicht!

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  • Körte, Wilhelm (1811): Johann Wilhelm Ludwig Gleims Leben. Aus seinen Briefen und Schriften. Halberstadt ( KVK)

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[Last update 22.04.2017]