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Heinz Nixdorf MuseumsForum

Collection: "Interfaces"

Mensch-Maschine-Schnittstellen finden sich in vielen Bereichen des menschlichen Lebens. Wir nutzen sie immer dann, wenn wir eine Maschine bedienen. Wenn wir heute von Interfaces sprechen, meinen wir jedoch im engeren Sinne den interaktiven Informationsaustausch zwischen Mensch und künstlichem System.

Da computerisierte Technik zunehmend in alle Lebensbereiche vordringt, wird eine optimale Gestaltung dieser Kontaktstellen immer wichtiger. Zu Beginn der Computerentwicklung stand die Funktionalität der Maschine im Vordergrund, ihre Bedienung musste mühsam erlernt werden. Die menschlichen Wahrnehmungs- und Aktionsmöglichkeiten wurden dabei kaum berücksichtigt. Auch heute nutzen wir trotz technischen Fortschritts mittels Bildschirm, Tastatur und Maus immer noch nur Auge und Hand zur Kommunikation mit dem Computer.

Ziel der Entwicklung neuer Interfaces ist nicht nur die Schaffung verbesserter Arbeitsbedingungen für den Nutzer, auch die Geschwindigkeit der Informationsübermittlung soll gegenüber konventionellen Methoden - wie etwa Tastatur und Maus - wesentlich schneller und effizienter werden. Das erfordert, die Mensch-Maschine-Kommunikation möglichst menschengerecht und individuell zu gestalten, also die Technik an die Bedürfnisse und Fähigkeiten des Menschen anzupassen. Eine natürliche und intuitive Interaktion mit künstlichen Systemen muss sowohl die Sinne als auch die Kommunikationsmittel des Menschen wie Sprache, Mimik und Gestik direkt ansprechen. Neue Interfaces sollen schon in naher Zukunft diese menschlichen Fähigkeiten erkennen, interpretieren und entsprechend darauf reagieren können. Bild- und Sprachverarbeitungssysteme oder haptische Schnittstellen werden bereits kommerziell eingesetzt.

Nicht zu unterschätzende Motoren für die Weiterentwicklung multifunktionaler Schnittstellen sind auch das Internet und die Unterhaltungsbranche in ihrem Bemühen, das Bewegen und haptische Erleben in virtuellen Räumen zu ermöglichen.


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