museum-digitaldeutschland

Deutschlandweit
Agrargeschichte
Baden-Württemberg
Berlin
Brandenburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Ostwestfalen-Lippe
Rheinland
Rheinland-Pfalz
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
Westfalen
Close

Search museums

Close

Search collections

Home
Museum Search museums
Collection Search collections
Object
All objects Advanced search Timeline "Image wall"
Topics Contact

Search

Technikforum BacknangNachrichtentechnik Richtfunk [o. Inv.]

Dezimetergerät (Techniksammlung Backnang CC BY)

Telefunken Dezimetergerät "Rudolf" DMG 3G

Description ...

Um eine größere Anzahl von Gesprächen übertragen zu können, wurde im Anschluss an die Entwicklung der Dezimeter-Geräte "Michael" in den Jahren 1938 bis 1941 von Telefunken ein Mehrkanal-Dezimeter-Gerät für den Militäreinsatz entwickelt.
Das "schwere Richtverbindungsgerät" mit Deckname "Rudolf" war für 9 Telefoniekanäle ausgelegt und verfügte über einen zusätzlichen Dienstkanal. Die ersten 85 Geräte, die im Jahre 1941-42 gebaut wurden, arbeiteten noch mit Magnetronröhren im Sendeteil. Später wurde das Magnetron durch zwei im Gegentakt arbeitende Trioden LD 5 ersetzt.
Aufgrund der vorzüglichen elektrischen und mechanischen Eigenschaften der Anlage wurde Telefunken vom Luftfahrtministerium ohne weitere Baumuster mit der Serienfertigung beauftragt. Von den Geräten wurden insgesamt 1225 Stück aufgelegt und von Februar 1943 bis April 1945 insgesamt 350 Geräte ausgeliefert.
Die "Rudolf"-Geräte wurden wie die Michael-Geräte für stationäre wie motorisierte Anlagen geliefert. Die Seriengeräte arbeiteten im Frequenzbereich 600...652 MHz (50...46 cm), aufgeteilt in 20 rastbare Kanäle, mit Frequenzmodulation, einer Sendeleistung von 8 Watt und einer Empfängerempfindlichkeit 75 kT0.
Der Empfänger wurde außerdem mit einer automatischen Nachstimmschaltung ausgerüstet, um bei Frequenzänderungen des Senders auch ohne manuelle Nachjustierung die Empfangsgüte zu gewähren.
Gerät besteht aus mehreren Baugruppen sowie Transportbehälter.
Zur Überbrückung von Richtfunkstrecken von bis zu 120 km, wurden je nach Bedarf 2, 4 oder 8 Breitbandantennen zusammengeschaltet, um größere Sende- und Empfangsleistung zu erzielen. Dabei wurde für die Sende- und Empfangsrichtung je eine getrennte Antenne verwendet. Betriebsstörungen sowie Röhrenausfälle wurden auf der eigenen sowie den benachbarten bemannten Stationen angezeigt. Die Stromversorgung erfolgte über Netzanschluss oder entsprechende mobile Generatoren, bei einer Stromaufnahme von ca. 680 VA.

Material / Technique ...

Diverse Materialien

Measurements ...

H 1075 mm, B 586 mm, T 536 mm, Gewicht ca. 210 kg

Created ...

... who:

... when:

Larger image and pertaining information

Objectinformation for printing (PDF)

Show a (probably) newer version of the object information

Did you encounter something wrong? Do you know more? Any remarks?

Usage and citation
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.

[Last update 20.09.2016]