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Militärhistorisches Museum der Bundeswehr - Flugplatz Berlin-Gatow Luftfahrzeuge Sonderausstellung zum 75. Jahrestag der Bombardierung Rotterdams [AAAA1872]
Verkehrs- und Bombenflugzeug Casa C-2.111, Nachbau der He 111 H16 (G1+AD), Spanien, ca 1956 (Militärhistorisches Museum der Bundeswehr - Flugplatz Berlin-Gatow CC BY-NC-SA)
Herkunft/Rechte: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr - Flugplatz Berlin-Gatow / Heldenmaier (CC BY-NC-SA)
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Verkehrs- und Bombenflugzeug Casa C-2.111, Nachbau der He 111 H16 (G1+AD), Spanien, 1951-69

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Beschreibung

Für den Film "Luftschlacht um England" ist diese spanische Nachkriegsmaschine im Jahr 1968 erstmalig wie eine He 111 von 1940 hergerichtet worden. Eine Lackierung im deutschen Farbschema, Wappen und eine Kennung des Kampfgeschwaders 55, nachgerüstete deutsche Bordwaffen und Höhenleitwerksverstrebungen der He 111 vermitteln heute den Eindruck, dass es sich um ein Flugzeug des Zweiten Weltkriegs handelt. Nur dem Flugzeugkenner fallen noch die großen Kühler der bei den spanischen Maschinen verbauten Rolls-Royce-Merlin-Motoren auf; die Identität der Nachkriegsmaschine lässt sich insofern nicht verschleiern.

Die Heinkel 111 und die Casa C-2.111 waren zweimotorige, freitragende Tiefdecker in Ganzmetallbauweise mit Einziehfahrwerk. Als Weiterentwicklung und Vergrößerung der He 70 wurde die He 111 zunächst als schnelles Verkehrsflugzeug entworfen, auch wenn sie insgeheim von vornherein oder früh in der Entwicklung bereits auf eine Bomberrolle vorbereitet wurde. Als Bombenflugzeug verfügte es über in der Regel drei Maschinengewehre und konnte 1000kg Bomben mit sich führen.

Der erste Einsatz einer He 111 B-1 erfolgte im spanischen Bürgerkrieg im Jahr 1937, mit der Bombereinheit K/88 der Legion Condor. In den ersten Jahren des Zweiten Weltkriegs dienten He 111 als Standardbomber der deutschen Luftwaffe.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt der spanische Luftfahrzeughersteller Casa die Lizenz zum Bau der He 111 und produzierte bis 1956 rund 250 Flugzeuge dieses Typs, darunter die hier ausgestellte Maschine mit der Werknummer 125. Die Maschinen wurden bis in die 1970er Jahre als Bombenflugzeuge genutzt.

Genaueres wissen wir nicht über die Geschichte unserer Maschine, nur so viel: Gebaut 1951 flog sie zunächst mit der Kennung B.2H-109. 1957 wurden die Junkers-Jumo-Motoren durch Rolls-Royce Merlin-Motoren ersetzt, fortan flog sie mit der Kennung B.2I-117. Beide Kennungen weisen auf die Nutzung als Mittlerer Bomber hin.

1968 wurde sie für die Dreharbeiten zum Film "Luftschlacht um England" erstmalig in deutschen Farben lackiert und erhielt deutsche Hoheitsabzeichen, die nach dem Film wieder entfernt wurden. 1969 wurde sie entsprechend mit spanischen Hoheitsabzeichen, allerdings mit einer Lackierung im deutschen Farbschema an das Museum in Appen geliefert. Hier erhielt sie das Wappen und die Kennung des KG 55 und wurde bis 1994 ausgestellt. 1995 zog sie mit dem Museum nach Berlin-Gatow.

Material/Technik

Zweimotoriger, freitragender Tiefdecker in Ganzmetallbauweise mit Einziehfahrwerk

Maße

Spannweite 22,60m; Länge 16,4m; Höhe 4m

Literatur

  • Schlieper, A. u.a. (2000): Flugzeuge im Luftwaffenmuseum der Bundeswehr. Berlin
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr - Flugplatz Berlin-Gatow

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