museum-digitaldeutschland

Deutschlandweit
Agrargeschichte
Baden-Württemberg
Berlin
Brandenburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Ostwestfalen-Lippe
Rheinland
Rheinland-Pfalz
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
Westfalen
Close

Search museums

Close

Search collections

Home
Museum Search museums
Collection Search collections
Object
All objects Advanced search Timeline "Image wall"
Topics Contact

Search

GRASSI Museum für Angewandte KunstAntike bis Historismus [V 1364]

Jahrmarktsszene (Gobelin aus der Serie „Die Dorffeste“) (Grassi Museum für Angewandte Kunst CC BY-NC-SA)

Jahrmarktsszene (Gobelin aus der Serie „Die Dorffeste“)

Description ...

Obwohl Michel Audran ein Atelier in der königlichen Manufaktur der Gobelins leitete, war es ihm gestattet, neben den Arbeiten für den Hof auch Privataufträge anzunehmen. Unter diesen Bedingungen entstand die Serie der Dorffeste. Sie besteht aus insgesamt vier Tapisserien, für die der Maler Étienne Jeaurat die Entwürfe lieferte. In zwei Gemälden griff er diese Sujets 1748 und 1753 noch einmal auf.
An der hier gezeigten „Jahrmarktsszene“ ist deutlich zu erkennen, dass man sich im 18. Jahrhundert bei Entwürfen für Tapisserien mitunter stark an der zeitgleichen Malerei orientierte.
Um die sehr naturalistische Darstellung eines Dorfjahrmarktes in Bildwirkerei umsetzen zu können, war eine Veränderung der Technik notwendig. Bis ins 17. Jahrhundert hinein hatte man die Plastizität erzeugenden Schattierungen durch das Miteinanderverzahnen zweier Farbflächen erreicht. Nun ging man dazu über, die einzelnen Farbflächen in unzählige, winzige Flecken aufzulösen, um so die gewünschte flirrende Farbigkeit zu erzielen. Dieses Verfahren war jedoch so aufwändig, dass die Produktionskosten ungeheuer stark anstiegen. Ein weiterer Nachteil lag in der großen Anzahl der bei dieser Wirktechnik benötigten Farbschattierungen. Zwar beherrschten die Färber der Manufaktur dieses Handwerk perfekt, doch waren viele der zarten Farbtöne leider nicht lichtecht, so dass unser Gobelin heute partiell sehr stark verblasst und seine einstige Farbenpracht nur noch zu ahnen ist.

Erworben 1876. Schenkung von F. Nies an die Stadt Leipzig, 1858 (bis 1876 als Leihgabe im Museum der bildenden Künste). Restauriert mit Unterstützung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen, Chemnitz, 1995.

Material / Technique ...

Wolle, Seide; Bildwirkerei

Measurements ...

Höhe 293 cm, Breite 389 cm

Created ...

... who:

... when:

... where:

Entwurf

Created ...

... who:

... when: [about]

... where:

Ausführung

Literature ...

  • GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig (Hrsg.) (2009): Ständige Ausstellung. Antike bis Historismus. Leipzig, S. 101
Created
1748
Created
1748
1747 1750

Larger image and pertaining information

Objectinformation for printing (PDF)

Show a (probably) newer version of the object information

Did you encounter something wrong? Do you know more? Any remarks?

Usage and citation
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.

[Last update 13.12.2017]

leftbar