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Museum Barockschloss Delitzsch

About the museum

Über den Grundmauern einer mittelalterlichen Wettinerburg erhebt sich im Herzen der Stadt das Schloss Delitzsch. Sein Turm, gekrönt von einer prächtigen barocken Haube, stammt noch aus dem 14. Jahrhundert. Das Wasserschloss als landesherrliche Residenz aus der Renaissancezeit verfiel während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und wurde erst durch Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg um 1690 im Stile des Barock umgebaut. Nach wechselvoller Nutzung wurde im Schloss 1860 das zentrale Frauenzuchthaus der preußischen Provinz Sachsen eingerichtet. Nach Auflösung dieser Strafanstalt im Jahr 1926 erwarb die Stadt Delitzsch das Gebäude. Das im Jahr 1900 gegründete Museum befindet sich seit 1929 im Schloss. Höhepunkt der Ausstellung sind die rekonstruierten herzoglichen Gemächer, die den Besucher des Schlosses in die Zeit des Barock zurückversetzen. Mit originalem Plattenparkett (1696), unikatem Interieur und eindrucksvollen Wandfresken sind diese Räume einzigartig in der Kulturlandschaft Sachsens. Der Schlossturm zeigt die wichtigsten Epochen der Stadtgeschichte und bietet als Aussichtspunkt einen herrlichen Blick in die Umgebung. In weiteren Dauerausstellungen informiert das Museum über die Schlossgeschichte. Die zweietagigen Schlosskeller, die für geführte Gruppen zugänglich sind, zeugen vom harten Leben der Gefangenen im 19. Jahrhundert. Mehrmals jährlich wechselnde Sonderausstellungen zeigen Themen der Kultur- und Kunstgeschichte. Im Museum befinden sich ebenfalls die Nachlässe des Begründers der wissenschaftlichen Mikropaläontologie Christian Gottfried Ehrenberg (1795 - 1876) und des Begründers des deutschen Genossenschaftswesens Hermann Schulze-Delitzsch (1808 - 1883), die Ratsbibliothek aus dem 16. Jahrhundert und eine umfangreiche Regionalbibliothek.

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