museum-digitaldeutschland

Deutschlandweit
Agrargeschichte
Baden-Württemberg
Berlin
Brandenburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Ostwestfalen-Lippe
Rheinland
Rheinland-Pfalz
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
Westfalen
Close

Search museums

Close

Search collections

Home
Museum Search museums
Collection Search collections
Object
All objects Advanced search Timeline "Image wall"
Topics Contact

Search

Objects for keyword "Tuschezeichnung". Objects found: 35. Sorted by: Search suggestions: Full text search

Tuschezeichnung

Tusche

Zeichnung (Kunst)Tuschezeichnung
Wikipediagndaat JSON SKOS
1 / 35»
GRASSI Museum für Angewandte Kunst - "Hängerolle: Kürbisflasche und Kumme mit Ahornzweig" (museum-digital:deutschland)

GRASSI Museum für Angewandte KunstAsiatische Kunst [B.2008.28]

Hängerolle: Kürbisflasche und Kumme mit Ahornzweig (Grassi Museum für Angewandte Kunst CC BY-NC-SA)

Hängerolle: Kürbisflasche und Kumme mit Ahornzweig

Description ...

In der Zen-Malerei (zenga) gibt es neben Darstellungen von Zen-Patriarchen wie der des indischen Mönchs Bodhidharman auch einfache, von Aphorismen (san) begleitete Tuschezeichnungen. Diese san vermitteln oft einen Hinweis auf die Bedeutung des Gemalten. Auf den ersten Blick sehen viele dieser Zen-Malereien wie unüberlegte Kritzeleien von Laienkünstlern aus. Sie bleiben ohne ein tieferes Verständnis des "zen" und des begleitenden "san" nicht nur dem westlichen, sondern auch dem japanischen Betrachter rätselhaft. Ein Flaschenkürbis mit einer Kumme und einem Ahornzweig in Kombination mit dem Aphorismus „Auf dem Heimweg werfe ich diesen Kürbis weg“ (Kiro kono hisago o taosu) ist das Thema dieser Hängerolle. Der Maler Taizan (1813–1869) signierte das Bild mit „Taizan hat es betrunken gezeichnet“ (Taizanjin suichû shai). Im Alltag verwendete man Kürbisse dieser Art unter anderem zur Aufbewahrung von Sake, und schon in alten Aufzeichnungen von chinesischen Zen-Überlieferungen steht der Flaschenkürbis metaphorisch für die Wahrheit, welche in dem Menschen selbst zu suchen ist. Der Ahorn ist ein jahreszeitliches Symbol für den Herbst. Charakteristisch für die Zen-Malerei ist die geforderte aktive Beteiligung der Betrachter, indem sie ihm Raum für seine individuelle Interpretation lässt. So ist es denkbar, dass Taizan noch im betrunkenen Zustand zu der Erkenntnis kam, dass mit Hilfe von Alkohol nicht die Wahrheit zu finden ist und erst recht nicht die vom Zen-Buddhismus angestrebte spontane Erleuchtung erlangt werden kann. (Text: Christine Klenke)

Schenkung aus der Sammlung M. und G. Czichon, 2009.

Material / Technique ...

Hängerolle, nasse und kräftige Tusche mit Farbe auf Papier mit Aufschrift, Montierung auf Damast

Measurements ...

Bildlänge 127,1 cm, Bildbreite 27,4 cm, Rollenlänge 184 cm, Rollenbreite 39,8 cm

Created ...

... when:

Created ...

... who:

... when:

... where:

Literature ...

  • GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig (Hrsg.) (2009): Ständige Ausstellung. Asiatische Kunst - Impulse für Europa. Leipzig, S. 47

Larger image and pertaining information

Objectinformation for printing (PDF)

Show a (probably) newer version of the object information

Did you encounter something wrong? Do you know more? Any remarks?

Usage and citation
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.

[Last update 12.12.2017]

leftbar