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Deutsches Ledermuseum Offenbach

Collection: "Bucheinband_Orient_Ägypten"

Orientalische Bucheinbände
Der Begriff orientalischer Bucheinband wird weit gefasst, auch koptische und islamische Einbände aus Nordafrika sind hiereingeordnet.
Der orientalische Bucheinband unterscheidet sich vom abendländischen besonders durch seine Grundform, die neben den zwei Deckeln und dem Buchrücken eine Klappe besitzen, die unter den vorderen Deckel geschoben wird. Der Einband umschließt so das ganze Buch oder einen Manuskriptblock, der oft nicht ferst mit dem Einband verbunden war.
Die Deckel und die Klappe bestehen aus Pappe, die mit hochwertigem Leder bezogen und reich geschmückt wurde, ebenso die Innenseiten.
Die frühen koptischen Einbände sind geometrisch verziert, meist mit ausgeschnittenen und andersfarbig unterlegtem Leder. Später lassen Vergoldung, Pressung, Ausschnittarbeiten und Bemalung die hochentwickelte Kunst der Lederverarbeitung erkennen. Daneben werden Buchdeckel auch flächendeckend mit Lackmalerei versehen. Die Einbände sind mit reichem Rankenwerk überzogen, wobei jedoch Mittelmedaillons und Eckmotive in Rahmen ordnend wirken. Blumen, Landschaften oder Figurenmalerei kommen seit dem 17. Jahrhundert dazu.
Der orientalische Einband wurde in der Frührenaissance in Schmucktechnik und Ornament für die abendländischen Einbände wegweisend.


This collection is part of:

Angewandte Kunst

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