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4000 Objekte in museum-digital: westfalen

Münster (8.2.2018). Zu Beginn der närrischen Festzeit haben auch wir ein freudiges Ereignis mitzuteilen: museum-digital: westfalen hat sein 4000stes Objekt online gestellt: eine Kranenkanne des Städtischen Hellweg-Museums in Geseke. https://www.museum-digital.de/westfalen/index.php?t=objekt&oges=4889
 
In Geseke wird derzeit der Gesamtbestand dokumentiert und parallel dazu ausgewählte Objekte im Internet publiziert. Das Museum befindet sich in einem großen Fachwerkhaus an der Nordseite des durch Geseke führenden Westfälischen Hellwegs, der eine bedeutende Handelsstraße war. Das Haus wurde 1664 von Friedrich Dickmann, einem Weinhändler aus Soest errichtet. Dank und Grüße gehen an Alexander Arens, der das Städtische Hellweg-Museum betreut und dokumentiert, sowie an Marion Kaiser, die fleißig online stellt.
 
(Manfred Hartmann, LWL-Museumsamt für Westfalen)

Für die Ohren! AEG-Produktsammlung des Deutschen Technikmuseums bei museum-digital

Das Deutsche Technikmuseum in Berlin hat jetzt einen ersten Teil seiner AEG-Produktsammlung bei museum-digital zugänglich gemacht. Es handelt sich um ca. 900 Geräte der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik.

Das Museum ist auch im Besitz des Firmenarchivs der AEG. Aus diesem Archiv werden die entsprechenden Beschreibungen und Werbematerialien zu den einzelnen Geräten ebenfalls bei museum-digital veröffentlicht und über die Seiten zu den Geräten zugänglich gemacht werden.

Es ist dann nicht nur möglich ein "Operette 50"-Radio von Telefunken zu finden, sondern auch die passende Bedienungsanleitung und die seinerzeit verwendeten Werbematerialien.

Es lohnt sich ab und zu hineinzuschauen. Bisher sind erst 19 Archivalien zu den Geräten erfasst, aber das sollen schnell mehr werden.

Mehr als 100.000 Objekte bei museum-digital

Mehr als 100.000 Objekte sind nunmehr bei museum-digital zu finden. Das war ein langer Weg: Von einem langsamen Start in 2009 bis zu immer schnellerer Zunahme in den letzten zwei Jahren.

Der letzte größere Neuzugang war die Fotosammlung Jürgen Henschel des Friedrichhain-Kreuzberg-Museums in der Vieles aus der  jüngeren Geschichte (West-) Berlins (1960er-1980er Jahre) mit der Kamera eines politisch engagierten Fotografen dokumentiert ist.

Neu bei museum-digital: GRASSI Museum für Angewandte Kunst

Mit zunächst 115 Objekten aus der Sammlung "Asiatische Kunst" beteiligt sich nun auch das GRASSI Museum für Angewandte Kunst in Leipzig an museum-digital:sachsen. Unter den Preziosen aus allen Teilen Asiens sind viele bedeutende Exponate für die kunsthistorische Forschung zu finden. Die Veröffentlichung weiterer Sammlungsbereiche ist geplant, allerdings nimmt die Rechteklärung bei moderner Kunst recht viel Zeit in Anspruch.

500 Museen bei museum-digital:deutschland

Nun ist es entschieden ... Das 500ste Museum, das sich an museum-digital:deutschland beteiligt, ist das AlliiertenMuseum Berlin. Zunächst wurde - passend zum Erreichen dieser feiernswerten Marke - ein Bierkrug eingestellt.

Mehr als 90.000 Objekte bei museum-digital

Die Anzahl der über museum-digital:deutschland erreichbar gemachten Museumsobjekte ist in den letzten Wochen stark gestiegen und auf mehr als 90.000 angewachsen. Dazu beigetragen haben insbesondere museum-digital:westfalen, wo die 3000-Objekte-Marke überschritten wurde und mehrere Importe, unter anderem aus dem Melanchton-Haus in Bretten und von der Gustav Mesmer Stiftung in Kirchentellinsfurt.

Auch die Zahl der beteiligten deutschen Museen ist gewachsen und auf 499 angestiegen. Wer wohl das 500ste Museum sein wird?

"Handwerk in Brandenburg" - Neues Thema bei museum-digital

Fünfzehn Museen aus Brandenburg haben in Zusammenarbeit mit dem Museumsverband des Landes ein kleines Themenportal bei museum-digital erstellt. Thema ist die Geschichte des Handwerks in Brandenburg. Es ist eine sehr facettenreiche Sammlung von Aspekten dessen, was Handwerk ausmacht geworden: Von einzelnen Produkten über Produktionsmethoden und Werkzeuge zu Selbstverständnis, Zunftwesen und Rolle in der Gesellschaft.

Das Thema ist offen angelegt, es wird nach und nach erweitert. Dies ist das erste Themenportal, das mit der kürzlich überarbeiteten Themen-Software von museum-digital erstellt wurde. Weitere Themen werden folgen.

Die Präsentation finden Sie hier (als Einzelpräsentation) oder hier (eingebunden in die deutschlandweite Version von museum-digital) oder hier (eingebunden in museum-digital:brandenburg).

Landhaus-Pläne und Mann mit Hut

Ein Werkswohnhaus der Mansfeld AG in Burgörner

 

 

 

Dass die Pläne des ehemaligen Bergbau-Konzerns Mansfeld auch Bauten aus unserer nächsten Umgebung zeigen, haben wir geahnt. Nun haben wir tatsächlich mehrere Bauzeichnungen gefunden, die Planungen aus unserer Nachbarschaft zeigen und von denen wir Euch ein Gebäude etwas näher vorstellen wollen.

Wenn wir einen Blick aus unserem Bürofenster im Mansfeld-Museum im Humboldt-Schloss werfen, fällt er zunächst auf den Schlosspark. Heute weitgehend verborgen hinter Bäumen, befinden sich mehrere Wohnhäuser, von denen wir jetzt wissen, dass diese in den 1920er Jahren von der Mansfeld-AG für ihre Mitarbeiter errichtet wurden.

Die idyllisch gelegenen Wohnhäuser im Park wurden für leitende Beamte und Geschäftsführer des Werks erbaut. Einige Pläne zeigen ein herausstechendes Wohnbauprojekt: Es handelt sich um Bauzeichnungen für das Haus von Otto Busse. Busse war von 1910 bis 1927 Direktor des Mansfelder Kupfer- und Messingwerkes (MKM) in Hettstedt, das unweit des Schlossparks gelegen ist und das bis heute produziert.

Die Pläne für das „Landhaus Dr. Busse“ von 1923/24 zeigen das Gebäude bis ins kleinste Detail: unter anderem sind Fensterläden, Kandelaber, auch Rankgitter und Sitzbänke dargestellt. Ebenso findet sich auf einem der Pläne eine Staffagefigur: An der Eingangstür ist ein Mann in Mantel und mit Hut dargestellt, der im Begriff ist, die Tür zu öffnen. Er stellt nicht etwa den Hausherren Busse dar, sondern die eingefügte Figur erleichtert es dem Betrachter, die Dimensionen des Hauses zu erfassen.

An den Grundrissen und dem Raumprogramm lässt sich ablesen, dass es sich hier um ein Haus für ein Mitglied der gehobenen bürgerlichen Gesellschaft handelt, ein Wohngebäude, das nicht nur funktional, sondern auch repräsentativ geplant wurde: Im Erdgeschoss befinden sich die Räume des Hausherren, die zugleich für den Empfang von Gästen ausgelegt sind: Erker, Kleiderablage und große Diele mit Kamin; das Herrenzimmer, das Wohnzimmer, der Wintergarten sowie in funktionaler Reihenfolge die Küche, ein Anrichtezimmer mit Geschirr- und Wärmeschrank sowie das Esszimmer. Im Obergeschoss sind die Schlafräume, die Räume der Hausdame, ein Gästezimmer sowie die Plättstube und im Dachgeschoss – wie zu erwarten – das Zimmer des Dienstmädchens.

Das Haus Busse ist ein für die damalige Zeit, in der sich etwa das Bauhaus in Weimar auf den Weg zur modernen Architektur macht, kein demonstrativ avantgardistisches Gebäude. Seine Architektursprache ist vielmehr dem konservativen Reform- oder Heimatstil zuzurechnen.

Heute ist das Landhaus Busse Gästehaus der noch immer bestehenden Mansfelder Kupfer und Messing GmbH Hettstedt, kurz MKM, die auch der Markenrechtsnachfolger des 1995 aufgelösten Mansfeld-Konzerns ist, und Teil des Werksgeländes. Seit seiner Errichtung wurde das Gebäude mehrfach umgebaut und erweitert.

Viele weitere Pläne von Wohnhäusern in Burgörner und Hettstedt die einst im Besitz des Mansfeld-Konzerns waren, vom Unternehmen ge- oder verkauft, erbaut oder umgebaut wurden, befinden sich im Rissarchiv des Mansfeld-Museums. Sie dokumentieren die prägende Bedeutung des Werks für die bauliche Entwicklung der Orte – auch der Wohngebiete. Anfang des kommenden Jahres werdet Ihr einige davon auf museum-digital ansehen können.

Nutzertreffen von museum-digital:ungarn in Budapest

Am 20.10. fand in Budapest das erste nationale Nutzertreffen von MuzeumDigitár (der Name der ungarischen Version von museum-digital) statt. Mit mehr als 50 Teilnehmenden waren das Treffen und die Begleit-Workshops sehr gut besucht. Aktuell sind es 68 Museen, die sich in Ungarn an museum-digital beteiligen. Sie haben schon fast 70.000 Objekte veröffentlicht.

Neben allgemeinen Beiträgen gab es vor allem viele Hinweise zum Einsatz von "Ereignissen" und auf die Möglichkeiten, die museum-digital bietet, qualitätvolle Einträge zu erstellen. Ein Basis-Workshop (für Neueinsteiger) und ein Foto-Workshop (aus der Praxis für die Praxis) rundeten die gelungene Veranstaltung ab.

Tausende große Pläne

Digitalisierungs- team: Jenny Rempel, Sabine Breer und Bärbel Haft

... und Karten gibt es im Mansfeld-Museum. 40.000 sind es schätzungsweise, und oft sind sie von großem Format.

Es sind vor allem historische Karten, technische Pläne und Architekturzeichnungen aus dem Bestand der Mansfeld-AG, die seit 2014 digital erfasst werden. Davon ist momentan eine Auswahl von 250 Plänen auf museum-digital veröffentlicht.

Nun läuft die dritte und letzte Förderperiode des Landes Sachsen-Anhalt, der Stiftung der Sparkasse Mansfeld-Südharz und der Stadt Hettstedt, die das Digitalisierungsprojekt finanziell ermöglicht haben.

Erstmals gibt es ein kleines Team von Mitarbeitern, die die Projektleiterin Sabine Breer unterstützen: Bärbel Haft, Juliane Bischoff und Jenny Rempel konnten für die Arbeit im Archiv, der Erfassung der Objekte sowie für die Fotografie und die Bildbearbeitung gewonnen werden.

Unser gemeinsames Ziel ist es, dieses Jahr den 1000. Plan zu digitalisieren. Wir sind zuversichtlich! Bevor die Pläne Anfang 2017 bei museum-digital hochgeladen werden, gibt es hier im Blog immer mal wieder kleine Nachrichten zu überraschenden Funden, die sich während der Digitalisierung ergeben.

 

Neues Thema bei museum-digital

Anlässlich seines 225. Geburtstages 2016 ehrte die Lutherstadt Eisleben ihren Ehrenbürger Carl Friedrich Ludwig Plümicke (1791 – 1866). Neben zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen wurde in der „Alten Bergschule“ im ehemaligen St. Katharinenstift eine neue Dauerausstellung eröffnet. Sie würdigt umfassend das Leben des Bergschullehrers, Stollenfaktors, Regionalhistorikers und Liedschöpfers Carl Friedrich Ludwig Plümicke, der nicht nur das duale Lehrsystem an den preußischen Bergschulen schuf, sondern durch seine Sammelleidenschaft die Grundlagen für die Bestände der Eisleber Museen und Archive legte. Sie finden sich heute z. B. in der Ausstellung in Luthers Geburtshaus „Von daher bin ich - Martin Luther in Eisleben“.

Als Begleitmaterial dazu wurde jetzt bei museum-digital: sachsen-anhalt ein Themenportal „Carl Friedrich Ludwig Plümicke (1791 – 1866)“ und im Kontext dazu weitere Objekte präsentiert, um die vielfältigen Verknüpfungen auch des Mansfelder Bergbaus zu belegen (hier).