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FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum

Collection: "Ausstellungsbereich Skalitzer Straße und Umgebung"

Die Skalitzer Straße, 1868 nach der Schlacht bei Skalitz benannt, war lange die südliche Grenze der historischen Luisenstadt. Seit 1902 fährt in der Mitte der Straße die Hochbahn, ein Wahrzeichen Kreuzbergs. Hier wohnten - wie überall im alten Berliner Südosten (SO 36) - vor allem Arbeiter, Handwerker und Kleinbürger. Während der Weimarer Republik fielen unter den kleinen Läden einige besonders ins Auge: Fast jeder, der in dieser Gegend vor 1933 gewohnt hat, erinnert sich an die Souterrainläden der meist aus Polen gekommenen jüdischen Kleiderhändler. In der NS-Diktatur wurde dieses Milieu zerstört, die Menschen vertrieben und/oder ermordet.
Südlich der Skalitzer Straße befand sich zwischen Spree und Landwehrkanal das "Schlesische Viertel", benannt nach der Nähe zum Schlesischen Bahnhof (heute: Ostbahnhof) und zum Schlesischen Tor (heute eine Station der Berliner U-Bahn, die hier eine Hochbahn ist). Die Straßen tragen die Namen schlesischer Orte. Rund um den zerstörten Görlitzer Bahnhof, wo die Kohlenzüge aus Schlesien ankamen, wohnten viele Zuwanderer aus Schlesien, Böhmen und der Lausitz: darunter viele Katholiken aus kleinen Städten und Dörfern. Eine der größeren Firmen war die Spedition Silberstein in der Reichenberger Straße. Am Landwehrkanal befand sich eine Synagoge, südlich des Kanals stand seit 1890 das städtische Krankenhaus am Urban. Eine Straße mit dem Namen "Hasenheide" war die Grenze zum Nachbarbezirk Neukölln. Auf dem Weg dorthin passierte man während der NS-Diktatur an der Fontanepromenade das Arbeitsamt für die Berliner Juden, die dort in die Zwangsarbeit "vermittelt" wurden. Eigentlich eine schöne Straße, eine ganz andere Umgebung als die Mietskasernenstraßen im Norden und Osten.


This collection is part of:

Ausstellung Juden in Kreuzberg

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