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Deutsches TechnikmuseumKommunikation und Medien [1/2013/4752 ]

Digitale Richtfunkanlage mit integrierter Antenne DRS2-155/38000 (Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin CC BY-SA)

Digitale Richtfunkanlage mit integrierter Antenne DRS2-155/38000

Description ...

Richtfunksysteme sind Funksysteme zur Übertragung von Informationen zwischen festen Standorten mit Sichtverbindung. Bis etwa 1980 waren analoge Richtfunksysteme zur Übertragung von Telefon-, Rundfunk- und Fernsehsignalen im Einsatz. Ab etwa 1980 wurden digitale Richtfunksysteme (DRS) eingeführt. Der Einsatzbereich dieser Richtfunksysteme ist überwiegend die regionale und örtliche Netzebene der Telekommunikationsnetze zur Übertragung von Sprach- und Datensignalen.

Durch den Ausbau des Glasfaser-Festnetzes Mitte der 90er Jahre und die Einführung neuer internationaler Standards durch die ITU-T (früher CCITT) war der Übergang auf den in der Glasfasertechnik normierten Datenstrom (Bandbreite) 155,52 Mbit/s STM-1 (Synchrones Transport Modul) notwendig und musste auch für den Richtfunk übernommen werden. Daraus ergab sich, dass die Richtfunkgeräte auf 155 Mbit/s oder 2 x 155 Mbit/s weiterentwickelt wurden.
Das digitale Richtfunksystem DRS 2-155/38000 wurde als Zubringer für Mobilfunkfeststationen entwickelt und hauptsächlich dort eingesetzt, wo kein Anschluss an das digitale Datennetz zur Verfügung stand.

Je zwei Sende-/Empfangs-Einheiten wurden in einem Druckgussgehäuse mit integrierter Antennenschale untergebracht, das als Wetterschutzgehäuse an Masten, auf Dächern, an Hauswänden usw. einfach montiert werden konnte. Ein flexibles Kabel mit Basisband-, Stromversorgungs- und Meldeleitungen verband das extern aufgebaute Richtfunksystem mit einem Anschlusskasten, der u.a. auch die erforderlichen Blitzschutz-Komponenten enthielt.

Literatur:
SDH Richtfunktechnik - Öffentliche Netze 3/98, Bosch Telecom GmbH
(Technische Daten für den Vertrieb)

Measurements ...

Objektmaß TxBxH: 550 x 700 x 750 mm

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[Last update 02.06.2017]