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Bezirksmuseum Buchen

Collection: "Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs"

Das Bildarchiv des Fotoateliers von Karl Weiß enthält 570 Glasnegative mit Porträts von Kriegsgefangenen aus dem Ersten Weltkrieg. Während des Ersten Weltkrieges gab es in Deutschland insgesamt 95 Kriegsgefangenen-Mannschaftslager und 80 Offizierslager, in denen zusammen etwa 2,5 Millionen Mann aus 13 Staaten untergebracht waren. Nach der "Haager Landkriegsordnung" von 1907 konnten Mannschaftsdienstgrade zu nichtmilitärischen Arbeiten herangezogen werden, so dass in ländlichen Regionen die Gefangenen im Rahmen von Arbeitskommandos überwiegend in der Landwirtschaft aber auch in Handwerksbetrieben als Arbeitskräfte eingesetzt wurden. Unklar ist, aus welchen Lagern die Kriegsgefangenen stammten, die in Buchen und Umgebung arbeiteten, wahrscheinlich aber aus einem Lager der 14. Inspektion mit den Standorten Heuberg, Mannheim, Rastatt, Tauberbischofsheim. Es handelte sich offenbar überwiegend um Franzosen, aber auch auffällig viele Russen sind unter den von Karl Weiß fotografierten Soldaten. Der Zweck der Fotografien lag offenkundig darin, neu geschlossene Freundschaften in Gruppenaufnahmen zu dokumentien oder die Angehörigen per Post darüber zu informieren, dass man den Krieg überstanden hatte. Wahrscheinlich hat Weiß die in Buchen eintreffenden Gefangenenkontingente bei ihrer Ankunft fotografiert und auf diese Weise für entsprechende Nachfrage gesorgt.


This collection is part of:

Bildarchiv Karl Weiß

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