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Kreismuseum Jerichower Land, Genthin

Collection: "Druckstöcke Druckerei Colbatzky"

Sammlung von 56 kleinformatigen Holzschnittdruckstöcken für Illustrationen und kleine Drucksachen aus der ehemaligen Druckerei von Friedrich Wilhelm Colbatzky in Burg.
Colbatzky (auch Czolbazacky) hatte in Halle Mathematik studiert, war dann aber Verleger geworden und gab unter anderem ab dem 2. Dezember 1789 den „Hallischen Kurier“ heraus.
Nachdem im Herbst 1806 die Franzosen Halle besetzt hatten, wurde seine Zeitung verboten. Colbatzky verließ darauf Halle und ging nach Burg bei Magdeburg.
Hier gründete er 1809 eine neue Druckerei. Ab 1809 gab er die Zeitung „Halle-Burgscher Kurier“ als Nachfolger des „Halleschen Kuriers“ heraus. Die Burger Druckerei in der Deichstraße existierte bis in die 1870er Jahre. Hier wurden neben der Zeitung auch andere Schriften und Drucksachen verlegt, z.B. die 1851 erschienene „Chronik von Burg“ von Gustav Fritze. Dieses Buch enthält 40 vergleichbare Holzschnitte. Nach Auflösung der Druckerei wurden die vorhandenen Druckstöcke offensichtlich an Liebhaber abgegeben. Ernst Wernicke erwähnt in der Beschreibung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Kreise Jerichow (Halle 1898, S. 69) „eine Sammlung von 24 Holzstöcken zu Holzschnitten kleinen Formats aus der ehemaligen Colbatzkyschen Officin zu Burg stammend“, in Besitz des Altertumsvereins Burg. „Der größere Teil, auch größeren Formats ist in das Altertums- Museum zu Lüneburg gekommen.“ Wernicke war allerdings von der künstlerischen Qualität der Druckstöcke wenig überzeugt. Sie wurden seiner Meinung nach „von Hallenser Holzschneidern am Ende des XVIII. und in den ersten Jahrzehnten des XIX. Jahrhunderts angefertigt“ und zeigen „den Holzschnitt so ziemlich auf der tiefsten Stufe seines Verfalls, ähnlich den in derselben Officin gedruckten Holzschnitten der Chronik von Fritz.“
Die in Genthin erhaltene Sammlung schenkte der Postsekretär Hirt aus Burg dem Genthiner Altertumsverein im Jahr 1889.
Die Genthiner Sammlung enthält nur kleinformatige Motive. Dargestellt sind biblische Szenen, Persönlichkeiten, militärische Ereignisse, Damenporträts, Handwerker- und Alltagsszenen, zwei Tierbilder, sowie andere Vignetten. Ihr Entstehungszeitraum reicht vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis etwa in die Mitte des 19. Jahrhunderts. In der Feinheit ihrer Ausführung sind qualitative Unterschiede zu erkennen. Sie stammen offensichtlich nicht aus ein und derselben Werkstatt.


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Kunst

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