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Kreismuseum Jerichower Land, Genthin

Collection: "Historische Bekleidung"

Der zeitliche Schwerpunkt der Genthiner Teilsammlung historischer Bekleidung liegt auf dem ausgehenden 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Darunter befindet sich ein Teilbestand von Damenoberbekleidung aus dem Zeitraum von 1875 bis in die 1960er Jahre, welcher durch seine Struktur geeignet ist, die Entwicklung der Mode jener Zeit widerzuspiegeln, und daher besondere Erwähnung verdient. Dazu passend sind Kopfbedeckungen, insbesondere Kapotthüte und Damenwintermützen aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert sowie eine Gruppe von Capes und Schultertüchern aus der Zeit um 1900 mit einigen sehr qualitätvollen Stücken vorhanden.

Außerdem verfügt die Sammlung über einen umfangreichen Bestand an Unterwäsche (auch für Herren) einschließlich von Strümpfen, wie er in zahlreichen Museen vorhanden ist.

Ebenfalls zugehörig ist eine Sammlung von Damenschuhen der 1920er bis 1960er Jahre.

Hervorzuheben sind außerdem einige Stücke aus dem Bereich Damen-Badebekleidung der 1920/30er Jahre.

Wiederum aus dem Komplex der Damenbekleidung besonders bemerkenswert ist ein relativ umfangreicher Bestand an Trachtteilen, vor allem eine nahezu komplette Frauentracht aus Schönhausen. Besonders interessant ist eine kleine Gruppe von Hauben, welche offenbar sämtlich aus einer "Werkstatt" stammten und vermutlich unter dem Einfluss veränderter Bekleidungsgewohnheiten nicht mehr fertig gestellt und getragen worden waren. Anhand eines in eine dieser Hauben als Einlage (Aussteifung) eingeklebten Briefes konnte diese in die Zeit nach 1845 datiert und somit durch diesen originalen Beleg gleichzeitig der Zeitraum eingegrenzt werden, in welchem es in dieser Gegend zur Aufgabe der traditionellen Tracht kam.



Innerhalb der Sammlung historischer Kleidung befinden sich außerdem einige wenige Stücke an Kinderbekleidung aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre, erwähnenswert ist darunter ihrer Vollständigkeit wegen eine komplette Säuglingsausstattung aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs im zugehörigen Weidenkoffer.



Bei der Männerbekleidung sind insbesondere einige Stücke an Berufsbekleidung aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts interessant. Damit korrespondieren fünf gut erhaltene Charlottenburger (Tücher, in welche wandernde Gesellen ihre Habe schnürten) aus den 1920/30er Jahren.

Außerdem verfügt das Museum über eine Reihe von Uniformen (in der Hauptsache militärisch, aber auch Post, Feuerwehr, Bergleute).

Besonders erwähnenswert ist außerdem eine originale Häftlingskleidung aufgenommen. Sie stammt aus dem Nachlass von Wilhelm Seeger, einem Genthiner Kommunisten, welcher in verschiedenen Konzentrationslagern interniert war und am 27. April 1945 von der Roten Armee aus dem Zuchthaus Brandenburg befreit wurde.

Einem ähnlichen historischen Kontext zuzuordnen sind fragmentarisch erhaltene Pantoffeln, welcher in neuerer Zeit als Bodenfunde auf dem Gelände des früheren Silva-Werkes Genthin geborgen wurden, einer Munitionsfabrik, in welcher während des Zweiten Weltkriegs auch Kriegsgefangene zum Einsatz kamen.


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