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Donauschwäbisches Zentralmuseum Ulm

Donauschwäbisches Zentralmuseum Ulm

Schillerstraße 1

89077 Ulm

Tel: 0731/96254-0

Fax: 0731/96254-200

Museum's website

Museum at map

Museum at association

ISIL: DE-MUS-713513

Ein Stück europäischer Migrationsgeschichte im Museum: Im 18. und 19. Jahrhundert wanderte etwa 400.000 Deutsche nach Südosteuropa aus. Viele von ihnen nutzten die Donau als schnellsten und sichersten Reiseweg nach Ungarn. Die Auswanderer ließen sich in Gebieten nieder, die seit Jahrhunderten multiethnisch geprägt waren. Dort wurden sie von ihren Nachbarn Schwaben genannt. Später verbreitete sich die Bezeichnung Donauschwaben.
Das Museum zeigt auf 1.500 Quadratmetern die wechselvolle Geschichte der Donauschwaben bis zur Gegenwart. Originalexponate, Fotografien, Medienstationen und Texte erzählen vom Leben in Dörfern und Städten, von Landwirtschaft und Industriearbeit. Wohn- und Kleidungskultur, Bildungswesen und Religiosität. In allem spiegelt sich die kulturelle Vielfalt Südosteuropas wider. Das Museum zeigt aber auch, wie wachsender Nationalismus und die beiden Weltkriege dem friedlichen Zusammenleben ein Ende setzten. Nach Flucht und Vertreibung, Internierung und Deportation bilden die Donauschwaben heute nur noch kleine Minderheiten in Ungarn, Rumänien, Serbien und Kroatien.
Das im Jahr 2000 eröffnete Donauschwäbische Zentralmuseum ist eine Stiftung in Trägerschaft der Bundesrepublik Deutschland, des Landes Baden-Württemberg, der Stadt Ulm und der donauschwäbischen Landsmannschaften. Es befindet sich im historischen Reduit der Oberen Donaubastion, einem Teil der Ulmer Bundesfestung.
Die Sammlung des Donauschwäbischen Zentralmuseums verfügt derzeit über rund 50.000 Gegenstände (Stand: 2013). Sie enthält vor allem Zeugnisse ländlicher Alltagskultur aus der Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg, aber auch eine charakteristische Auswahl aus allen donauschwäbischen Siedlungsgebieten sowie Berufs- und schichtspezifische Besonderheiten. Die Sammlung ergänzen Vergleichsstücke anderer Ethnien bzw. Dinge aus übergeordneten historischen Zusammenhängen. Eine Besonderheit des Bestandes besteht darin, dass viele Objekte als Fluchtgepäck nach Deutschland gelangt sind; an sie knüpfen sich lebensgeschichtliche Erinnerungen, die das Museum schriftlich dokumentiert.

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