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Museum im Hirsch

Collection: "Keramik des Mittelalters"

Die Rotbemalte oder Schwäbische Feinware ("Buocher Ware") bildet durch ihre äußeren Merkmale der Scherbenbeschaffenheit und der rotfarbigen Bemalung eine eigenständige Warengruppe in Südwestdeutschland aus dem Zeitraum zwischen dem späten 12. und 14. Jahrhundert. 1980 und in den 1990er Jahren wurde durch das Landesdenkmalamt in Remshalden-Buoch (Rems-Murr-Kreis) eine mittelalterliche Töpferei lokalisiert, deren Qualitätsgeschirr im mittleren Neckarraum weit verbreitet war. In den Überresten einer Abfallhalde dieser Töpferei fanden sich zahlreiche Fehlbrände, mit deren Hilfe denen sich der Produktionsort vieler Funde aus diesem Raum lokalisieren lässt.

Die Scherben der Buocher Ware sind fein geschlämmt und haben eine helle, weißlich-gelbe bis beige Farbe. Die Gefäße sind auf einer schnelldrehenden Töpferscheibe gedreht. Die Bemalung erfolgte mit rotfarbigem Tonschlicker. Die Verzierung lässt eine Entwicklung von einfachen senkrecht verlaufenden Linien (12. Jh.) zum typischen Gitterdekor der "klassischen Buocher Ware", ferner eher klecksartige Verzierungen hin zu einfachen horizontalen Linien im Hals- und Schulterbereich beobachten; schließlich erfolgt die Überleitung zu glasierten Warengruppen (15. Jh.).


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