Bergère (Landesmuseum Württemberg, Stuttgart CC BY-SA)

Bergère

Description ...

Die Bergère, französisch für Schäferin, bezeichnet eine Art von Damenhut, die Mitte des 18. Jahrhunderts aufkam. Der Begriff "Bergère" ist abgeleitet von den in Parks veranstalteten Schäferspielen, denen sich die höfische Gesellschaft des Rokoko gern hingab. Auf kultivierte und unterhaltsame Art wurde bei diesen Amusements das Leben der Landbevölkerung nachgestellt. Hierzu war natürlich die entsprechende Kleidung von Nöten, allerdings in anspruchsvollen, modisch aufgewerteten Versionen: So geht dieses Exemplar auf einen bäuerlichen Strohhut zurück. Die Verzierungen aus seidenen Blumengirlanden machten den eigentlich einfachen Strohhut zu einem modischen Hingucker. Ein solcher glatter Hut mit hinten leicht aufgebogener Krempe wurde wie eine große Scheibe auf dem Vorderkopf getragen, befestigt mit Bändern und/oder Hutnadeln. Dadurch diente er seiner Trägerin auch als Schutz vor Sonnenstrahlen, sodass sie nicht um ihren damals obligatorischen blassen Teint fürchten musste.
Erworben aus Toto-Lotto- Mitteln.
[Martin Labisch]

Material / Technique ...

Strohgeflecht, Posamenten

Measurements ...

Durchmesser 38 cm, Krempenbreite 11 cm, Kopfhöhe 2 cm, Kopfumfang 49 cm

Created ...

... when: [about]

... where: [probably]

Relation to time ...

Inventory number ...

[2002-157a-c]

Belongs to ...

Kostüme, Textilien und moderne Textilkunst
Kunst- und Kulturgeschichtliche Sammlungen

Literature ...

  • Y, Rainer (2008): Damenhüte. In: Schlösser Baden-Württemberg. Nr. 04/2008, S. 26-29.

Larger image and pertaining information

Objectinformation for printing (PDF)

Did you encounter something wrong? Do you know more? Any remarks?

Usage and citation
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.

[Last update 07.06.2017]