http://bildarchiv.landesmuseum-stuttgart.de/P/Bildarchiv/185378/185378.jpg (Landesmuseum Württemberg CC BY-SA)

Medaille auf Johannes Reuchlin

Description ...

Johannes Reuchlin wurde am 29. Januar 1455 in Pforzheim als Sohn des Klosterverwalters Georg Reuchlin geboren und schloss diverse Studien an verschiedenen Universitäten ab. Ab 1482 nahm er für Eberhard im Bart an zahlreichen diplomatischen Missionen teil und wurde mehrfach an das württembergische Hofgericht berufen. In Linz lernte Reuchlin den kaiserlichen Leibarzt Jacob Ben Jechiel Loans kennen, der ihn in der hebräischen Sprache unterrichtete. In der Folge wurde Reuchlin zum führenden Hebraisten seiner Zeit. Von 1502 -1513 war Reuchlin einer der drei Richter des Schwäbischen Bundes und so auch Richter im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation.
Reuchlin lehnte die Kirchenreform Luthers ab, was sich u.a. am Abbruch des Briefverkehrs zu seinem Großneffen Philipp Melanchthons zeigte. Reuchlin gilt als einer der wichtigsten deutschen Humanisten und geriet in Konflikt zu den Kölner Dominikanern, die judenfeindliche Schriften förderten und bei Kaiser Maximilian I. ein Mandat erwirkten, jüdische Bücher zu verbrennen. Reuchlin setzte sich für den Erhalt der Schriften ein was zu einer heftigen Auseinandersetzung führte, die 1520 durch ein Verbot der Schriften Reuchlins durch den Papst endete. Reuchlin starb am 3. Juni 1522 in Stuttgart am Gelbfieber und wurde in der Stuttgarter Leonhardskirche beigesetzt.


Die Vorderseite der Medaille aus dem Jahr 1966 zeigt den Kopf Reuchlins mit Barett in Dreiviertelprofil nach rechts. Die Rückseite zeigt zwei Kubenbauten hinter einem stilisierten Baum.

Vorderseite: JOHANNES - REUCHLIN., unten 1455-1522
Rückseite: REUCHLINHAUS - PFORZHEIM; am Rand: B. H. MAYER PFORZHEIM

Material / Technique ...

Kupfer

Measurements ...

Diameter: 40 mm

Weight: 25,59 g


Created ...

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Was imaged ...

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Relation to places ...

Go [Geht zu TGN TGN]

Inventory number ...

[MK 1967-3]

Belongs to ...

Kunst- und Kulturgeschichtliche Sammlungen
Münzkabinett

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[Last update 17.10.2017]